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Die Seite für den eher konservativ gekleideten Herrn ;-)

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Anzüge
Wie der Name schon sagt sollten Männer bei bunten Jacketts und sogar bei Kombinationen Vorsicht walten lassen. In den meisten Managementetagen und bei Bankern beispielsweise ist der dunkelgraue, dunkelblaue oder schwarze Anzug mit einer Stoffqualität ab S100 das bevorzugte Outfit. Der Anzug kann als Zwei- oder Dreiteiler getragen werden, wobei die Variante mit Weste etwas eleganter ausschaut. Haben Sie sich für einen Zweireiher entschieden, achten Sie darauf - außer im Sitzen - ihn stets geschlossen zu tragen. 

Ganz oben auf der Liste der populären Modeirrtümer rangiert, daß der dunkelblaue Blazer (zweireihig - mit Goldknöpfen) zur Business-Garderobe gehört. Der Blick auf den Stammbaum des Blazers widerlegt dies ganz eindeutig. Einer seiner Vorfahren war das zweireihige "Reefer-Jacket" der Royal Navy, ein anderer das bunt gestreifte Club-Sakko englischer Rundervereine.  Lassen Sie sich daher von den eleganten Goldknöpfen nicht blenden: Im Büro hat der Blazer nichts zu suchen. Auch wenn Sie gerne Kapitän geworden wären...

Darf man das Sakko einfach ablegen?
Nein, vor allem nicht, wer in einer konservativeren Umgebung wie in der Banken- und Versicherungsbranche arbeitet. Bei offiziellen geschäftlichen Anlässen, selbst an heißen Sommertagen, gilt folgende eindeutige Regel: Das Sakko bleibt an. Einzige Ausnahme ist, wenn der Ranghöchste dazu auffordert. Dies ist ein Signal, dass die Besprechungen in lockerer Atmosphäre stattfinden und ein vertrauter Umgangston gepflegt wird.



Stoffqualitäten

Die Bezeichnung Schurwolle oder Reine Schurwolle (engl.: pure new wool) drückt aus, dass es sich um neue, unmittelbar von einem lebenden Tier stammende Wolle, und nicht um ein wiederverwendetes, also aus Alttextilien hergestelltes Recyclingprodukt wie Reißwolle oder um die aus den Fellen geschlachteter (Schwöde-, Schwitz-, oder Gerberwolle) oder verendeter (Sterblingswolle) Tiere gewonnene Wolle handelt. Kennzeichnung nach dem Textilkennzeichnungsgesetz: WV = Reine Schurwolle WO = Reißwolle.

Die Bezeichnungen wie "Super 100", "Super 120" etc. findet man auf jedem besseren Anzug aus Schurwolle. Es sollte auf dem Label des jeweiligen Stoffherstellers angebracht sein. Es bezeichnet die Feinheit des versponnenen Wollgarns, z. B. Super 100 bedeutet: 100 Meter des Garns wiegen 1 Gramm. Je höher die Zahl, desto feiner das Garn, derzeit (2005) werden bis Super 210 für sehr feine und sehr teure Stoffe verarbeitet. Die Bezeichnung ist aber nicht geschützt, so dass ebenso auf renommierte Stoffhersteller zu achten ist.

Beim Spinnen mittels präziser hochelektronischer Spinnmaschinen, die auf einen Mikrometer genau arbeiten, wird die zu spinnende Wolle in einen langen Faden gesponnen. Je dünner und damit auch je länger (aus dem selben Kilogramm Wolle) dieser Faden wird, desto höher ist die Qualität.

Quelle: wikipedia.org

 
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